Warum wird Wein in einer Karaffe dekantiert und bei welchem Wein macht man das?
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Untertext Video #181: Weinschule: Dekantieren Heute erklärt Stephie, wie man Wein dekantiert, oder karaffiert. Als erstes stellt sich die Frage, warum man Wein dekantiert und welchen Wein man dekantiert. Dekantiert werden sowohl Rot- als auch Weißweine, Weine die Power haben, die intensiv sind mit einem höheren Alkoholgehalt. Am besten man checkt vorher den Wein, indem man sich nach dem Öffnen einen kleinen Probeschluck ins Glas eingießt, daran riecht und probiert. Wenn man merkt, dass beim Wein durch den Kontakt mit Sauerstoff schon etwas passiert, sich der Wein verändert aber der Wein noch etwas verschlossen wirkt, am Besten einfach dekantieren. Eine simple Karaffe reicht, diese kann man für Rotwein und Weißwein benutzen. Ein kleiner Tipp vom Sommelier: Wenn die Karaffe verstaubt sein sollte, einfach einen Schluck Wein einschenken und die Karaffe mit dem Wein vinieren, das heißt ordentlich ausschwenken. Es gibt zwei Gründe, warum man einen Wein in eine Dekantier-Karaffe (auch Dekanter genannt) umgießt. Grund 1: Man will den Wein mit Sauerstoff in Kontakt bringen, damit er sich öffnet. Er entfaltet mehr Aroma, wird zugänglicher, weicher, runder. Das macht man mit noch jungen, anspruchsvollen Rotweinen die man eigentlich noch ein paar Jahre reifen lassen könnte, und auch mit Weißweinen der Top-Klasse. Deshalb ist der typische Dekanter sehr bauchig geformt, damit möglichst viel Wein mit der Luft in Kontakt kommt. Grund 2: Man will einen alten, gereiften Rotwein oder Jahrgangs-Portwein trinken. Im Laufe der Lagerzeit hat sich besonders bei kräftigen, tanninreichen Weinen am Boden der Flasche ein Bodensatz aus hauptsächlich Farbstoffen und Gerbstoffen (Tannin) angesammelt. Damit dieses störende und herb-bittere „Depot“, wie diese Ablagerung genannt wird, nicht ins Glas gelangt, füllt man den Wein vorsichtig in eine Karaffe um. Beim Umfüllen wird eine brennende Kerze unter den Flaschenhals gestellt. So sieht man am besten, wenn das Depot droht, in die Karaffe zu gelangen. Bei sehr alten Rotweinen muss der Dekanter übrigens nicht bauchig sein im Gegenteil. Da sich solche Weine sehr schnell bei Luftkontakt verändern und sogar ihr Aroma verlieren können, wählt man lieber eine schlanke Karaffenform. Das Depot (Trübstoffe und Weinstein) ist übrigens kein Zeichen schlechter Qualität. Die meisten Weine sind unfiltriert und deshalb lagern sich am Flaschenboden Zucker, Tannine und Gerbstoffe ab. Wenn man nur ein oder zwei Gläser trinken will kann man selbstverständlich auch nur die halbe Flasche dekantieren und verschließt den Rest wieder mit dem Korken. Am Schluss den Dekanter schwenken, damit der Wein mit möglichst viel Sauerstoff in Berührung kommt und dann kann es losgehen.


















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